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Teufen AR
13.07.2022
13.07.2022 16:40 Uhr

Über 12 Millionen: Vincenz' Villa soll verkauft werden

Vincenz' Luxusvilla in Niederteufen
Vincenz' Luxusvilla in Niederteufen Bild: handelszeitung
Gläubiger vom gefallenen Ex-Raiffeisen-CEO Pierin Vincenz wollen Geld sehen. Dafür muss der 65-Jährige mehrere Immobilien verkaufen – auch jene in Teufen.

8,5-Zimmer, 1000 Quadratmeter Wohnfläche, viel Beton und Luxus so weit das Auge reicht: Pierin Vincenz' Traumvilla an sonniger Hanglage in Teufen ist ein echter Blickfang und soll heute gemäss «Blick» auf den Markt kommen. Dies bestätigte der Luxusimmobilienmakler Ginesta Immobilien mit Sitz in Küsnacht ZH gegenüber der Zeitung. 

Der luxuriöse Betonklotz, der nicht so wirklich in das idyllische Dorfbild passt, umfasst ein Grundstück von 5'600 Quadratmetern. Obwohl Vincenz und seine Ex-Frau Nadja Ceregato schon länger nicht mehr in dem Anwesen wohnen, ist die Immobilie noch immer in deren Besitz. Dies könnte sich bald ändern. Den genauen Kaufpreis möchte der Immobilienmakler nicht nennen, verrät aber, dass Käufer über zwölf Millionen für Vincenz' Traumvilla blechen müssen.

Der Ex-Raiffeisen-Chef ist hochverschuldet und hat mehrere bekannte Gläubiger im Nacken sitzen. So soll Stadler-Rail-CEO Peter Spuhler seinem Freund Vincenz mit einem Darlehen von über 6,5 Millionen Franken aus der Patsche geholfen. Diese Summe diente dem Ex-Banker zur Ablösung einer Hypothek, um seine Villa in Teufen zu finanzieren, wie aus der Anklageschrift hervorging.

Auch Dölf Früh, Unternehmer aus Teufen und Ex-Präsident des FC St.Gallen 1879, stellte via seiner Tecti AG für eine Villa in Morcote am Luganersee das nötige Kleingeld von 4,3 Millionen Franken zu Verfügung.

Ex-Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI

Das Bezirksgericht Zürich sprach den ehemaligen Raiffeisen-Chef Vincenz wegen mehrfacher Veruntreuung, mehrfacher ungetreuer Geschäftsbesorgung und Urkundenfälschung schuldig. Er muss eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten absitzen. Davon sind 106 Tage bereits durch die Untersuchungshaft abgegolten.

mik/stgallen24