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Stadt St.Gallen
17.01.2024
17.01.2024 10:42 Uhr

Wie soll das St.Gallen der Zukunft aussehen?

So könnte das St.Gallen der Zukunft aussehen. (Visualisation)
So könnte das St.Gallen der Zukunft aussehen. (Visualisation) Bild: zVg
Wie soll sich die Stadt St.Gallen baulich weiterentwickeln? Wie sollen dabei die Eigenarten der Quartiere bewahrt werden? Und wie lässt sich der urbane Lebensraum qualitativ verbessern? Antworten auf diese Fragen gibt das Stadtraumkonzept, welches unter der Federführung der Stadtplanung erarbeitet wurde und als eine Grundlage für die bevorstehende Revision der Bau- und Zonenordnung dient.

Das Raumplanungsgesetz des Bundes verlangt, dass Kantone und Gemeinden die Siedlungsentwicklung nach innen lenken. Das Stadtraumkonzept wurde als Grundlage für eine zielgerichtete und qualitätsbewusste Weiterentwicklung der Stadt erstellt. Das Konzept baut auf St.Gallen-spezifischen Qualitäten auf und zeigt Entwicklungsmöglichkeiten.

Das vom Stadtrat in der Innenentwicklungsstrategie formulierte Wachstumsziel von 100'000 Einwohnern wurde in der kommunalen Richtplananpassung aufgenommen und kann auf dem Stadtgebiet ohne weitere Einzonungen erreicht werden. Das Stadtraumkonzept zeigt ein umfassendes Zukunftsbild für die gebietsbezogene Innenentwicklung auf langfristiger Basis.

Höher, dichter, grüner – wie soll St.Gallen weitergebaut werden?

St.Gallen ist eine Stadt mit örtlich unterschiedlichen Qualitäten. Um ein nachhaltiges Zukunftsbild der Stadt zu schaffen, wurden die charakteristischen Merkmale der bestehenden Stadtstruktur in den verschiedenen Quartieren analysiert und Potentiale ermittelt. Als Ergebnis liegt ein Stadtraumkonzept als Bericht und ein entsprechender Plan vor. Diese stellen eine übergreifende ortsbauliche Gesamtschau dar und führen die verschiedenen Planungsebenen wie Siedlung, Verkehr, Landschaft sowie Aspekte aus der Stadtgeschichte und zukünftige Entwicklungspotentiale zusammen.

Zentrale Elemente des Stadtraumkonzepts sind der Sequenzenplan, die Grünraumvernetzung, die Strassenraumhierarchie, die Stadtbausteine und das Hochhauskonzept. Es zeigte sich, dass die in der Innenentwicklungs- und der Freiraumstrategie zugrunde gelegte, gewünschte Dichte im Stadtgebiet mit entsprechenden Um- und Aufzonungen umgesetzt werden kann. Das Stadtraumkonzept schafft Zielbilder und stellt diese themenübergreifend in Form von Plänen dar. Es bietet umfangreiche Instrumente wie den Sequenzenplan und Bebauungsvorschläge, um daraus regulative Festlegungen für die anstehende Gesamtrevision der Rahmennutzungsplanung abzuleiten.

Das Stadtraumkonzept ermöglicht eine Strategie des Weiterbauens, die die Qualitäten der Stadt bewahrt und gleichzeitig den urbanen Lebensraum qualitativ verbessert. Es zeigt auch Massnahmen auf, um die Stadt widerstandsfähiger gegen die erwarteten Effekte des Klimawandels zu machen. Sinnbildlich ist der im Konzept dargestellte «Parkway» ein wichtiges Ziel für die angestrebte Vernetzung des Stadtkörpers, eine angepasste nachhaltige Mobilität und damit eine Stärkung der «Stadt der kurzen Wege». Die grossräumige, als linearer Park lesbare Grünraumstruktur im Talboden soll als multifunktionales Generationenprojekt konzipiert werden.

Das Stadtraumkonzept wurde unter Federführung der Stadtplanung mit Staufer & Hasler Architekten, Frauenfeld und KEEAS Raumkonzepte, Zürich, erarbeitet. Die Berichte und Pläne sind als Download auf der Website www.stadtsg.ch/stadtraumkonzept verfügbar.

pd
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