Ihre Forschungen führten sie an die Côte d’Ivoire, wo sie der Herkunft musealer Objekte in Schweizer Sammlungen nachging. Provenienzforschung und Kooperationen mit Herkunftsländern gehören ebenso zu ihrem Aufgabenbereich wie die wissenschaftliche Erschliessung der Museumssammlung und der Ausbau der öffentlich zugänglichen Sammlungs-Datenbank.
Anja Soldat kehrt mit dem Stellenantritt in ihre Heimat zurück. Nach der Matura in St.Gallen begann sie ihr Studium der Ethnologie an der Universität Bern. Bereits in ihrer Bachelorarbeit befasste sie sich mit der Entstehung der hiesigen Sammlung für Völkerkunde. An der Universität Zürich spezialisierte sie sich anschliessend auf Kulturanalyse und Sozialanthropologie und schloss ihren Master mit einer Arbeit über den Afrika-Sammler Leslie Edgar Unwin (1900-1991) ab.
Als wissenschaftliche Mitarbeiterin war sie im Museum Rietberg Zürich tätig und lehrte parallel dazu am Historischen Seminar der Universität Zürich, wo sie sich Themen der Kolonialgeschichte widmete. Daneben ist Anja Soldat Vorstandsmitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Afrikastudien. Das Historische und Völkerkundemuseum St.Gallen freut sich auf die Zusammenarbeit und die Stärkung der Ethnologie durch eine äusserst motivierte Fachfrau.