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Wittenbach
23.07.2022

Was heisse Sommerferien für Pflanzen bedeutet

(Symbolbild)
(Symbolbild)
Die Sonne scheint, es ist warm, um nicht zu sagen heiss, und die Badi lockt. Doch für die Natur, insbesondere die Pflanzenwelt, bedeutet solches Wetter über lange Zeit Stress. Marco Kaufmann, der Leiter Team Grün vom Werkhof Wittenbach gibt Tipps für die Gartenpflege zu Hause.

Die Natur ist auf Sonne und Regen gleichermassen angewiesen. Ist es im Sommer heiss und über längere Zeit trocken, können Pflanzen eingehen. Doch nicht nur die Sonne trocknet die Pflanzen aus, auch Wind trägt zusätzlich zur Verdunstung des Wassers bei der Pflanze bei. Diesem Ungleichgewicht kann durch regelmässiges Giessen entgegengewirkt werden.

Die beste Zeit zum giessen

«Wichtig ist», sagt Kaufmann, «dass die Pflanzen möglichst in den frühen Morgenstunden oder am Abend getränkt werden.» Wer am Abend wässert, läuft weniger Gefahr, dass das Wasser gleich wieder verdunstet, da es durch die kühleren Temperaturen tiefer ins Erdreich versickern kann. «Aufgrund der Vielzahl an farbenprächtigen Rabatten und begrünten Kreiseln in der Gemeinde Wittenbach müssen wir vom Werkhof schon am Tag mit der Bewässerung beginnen, damit alles gedeihen kann», erklärt Marco Kaufmann.

Wieviel ist genug?

Es ist sinnvoll, nur ein- bis dreimal pro Woche zu tränken, dafür länger. Pflanzen, die täglich aber nur kurz gewässert werden, bilden weniger tiefe Wurzeln als solche, die weniger oft dafür länger gewässert werden. Topfpflanzen auf dem Balkon oder Sitzplatz bedürfen öfters Wasser, da die Wasserspeicherkapazität stark beschränkt ist und sich der Topf zudem stark aufheizen kann, was eine zusätzliche Verdunstung fördert. Marco Kaufmann rät hier deshalb dazu, sich Tontöpfe für zu Hause anzuschaffen, diese heizen sich weniger auf als Kunststoff und zusätzlich kühlt das durch den Tontopf verdunstende Wasser den Wurzelbereich.

Nicht alle gleich behandeln

Es gibt Pflanzen, die auch ein paar Tage mit «trockenen Füssen» auskommen. Dies sind insbesondere Pflanzen, die eher in unseren südlichen Nachbarländern heimisch sind, wie z.B. Lavendel oder Rosmarin. Oder auch Pflanzen, die in Steingärten eingesetzt werden, sind robuster gegenüber Trockenheit zum Beispiel Salbei oder die Königskerze.

Regenwasser sammeln

Eine einfache Methode um Trinkwasser zu sparen, ist ein Regenfass. Dies kann entweder direkt an einem Fallrohr der Regenrinne angeschlossen werden, um das Dachwasser zu sammeln. Oder man stellt es im Garten auf. Damit das Wasserfass nicht zur Brutstätte von Mücken wird, sollte der Behälter mindestens mit einem feinmaschigen Netz abgedeckt werden. Ein weiterer Vorteil von Regenwasser ist, dass es vollkommen kalk frei ist und es verändert den Säuregrad und die Nährstoffkonzentration des Bodens kaum.

Rasensprenger

Wen es interessiert, wieviel Wasser der eigene Rasensprenger verteilt, kann dies mittels einem Test messen. Stellen Sie dazu einen Joghurtbecher auf die zu bewässernde Fläche und lassen Sie den Rasensprenger laufen. Ist der Becher 10 Millimeter hoch gefüllt, entspricht dies circa zehn Litern Wasser pro Quadratmeter. Je nach Bodenbeschaffenheit werden zwischen zehn bis 20 Liter pro Quadratmeter Rasen benötigt.

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