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Stadt St.Gallen
06.07.2022

Stadtparlament bewilligt Finanzspritze für Spitex

Die Spitexorganisation der Stadt St. Gallen ist vorläufig gerettet. Sie erhält eine Finanzspritze. Gleichzeitig wird der Einfluss des Stadtrats im Verwaltungsrat ausgebaut.
Die Spitexorganisation der Stadt St. Gallen ist vorläufig gerettet. Sie erhält eine Finanzspritze. Gleichzeitig wird der Einfluss des Stadtrats im Verwaltungsrat ausgebaut. Bild: Archiv
Das St.Galler Stadtparlament hat am Dienstagabend drei Millionen Franken für die sich in finanziellen Nöten befindende neue Spitexorganisation bewilligt. Damit soll das Eigenkapital erhöht werden, um noch zu erwartende Verluste aufzufangen.

Das Stadtparlament hat dem Kreditantrag in der Höhe von drei Millionen Franken nach einer langen Debatte mit 51 gegen 4 Stimmen bei einer Enthaltung zugestimmt. Beschlossen wurde auch, dass der Stadtrat eine Eignerstrategie ausarbeiten muss. Zudem soll die Stadt im Verwaltungsrat der Spitex vertreten sein.

Seit 2021 ist die Spitex St.Gallen AG für das ganze Stadtgebiet zuständig. Das erste Betriebsjahr war geprägt von Problemen, die sich aus dem Zusammenschluss von verschiedenen Organisationen ergaben. Unter anderem kam es zu 40 Kündigungen innerhalb von zwei Monaten. Die Rekrutierungen wie auch der Einsatz von temporären Arbeitskräften führten zu hohen Personalkosten. Aus dem ersten Geschäftsjahr resultierte ein Verlust von 1,76 Millionen Franken.

Die AG brauchte zusätzliches Kapital, um die bisherigen sowie die noch zu erwartenden Verluste bis zum Erreichen der Gewinnschwelle aufzufangen, wie es in der Vorlage hiess. Der nun vom Stadtparlament beschlossene Beitrag von drei Millionen Franken muss nicht zurückbezahlt werden.

sda/stgallen24