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Kanton
26.09.2022
26.09.2022 16:57 Uhr

Mehrkosten für Theater bringen SVP in Rage

Bild: Tine Edel
2018 bekämpfte die St.Galler SVP den Kredit für die Sanierung des Theaters St.Gallen und bezeichnete es als «Fass ohne Boden». Mit der heutigen Beantragung eines Drei-Millionen-Nachtragskredits sieht sich die SVP bestätigt.

Für die SVP-Fraktion ist es unverständlich, dass das Kreditvolumen von 48,6 Millionen Franken für die Theatersanierung nicht ausreicht und die Regierung einen Nachtragskredit über weitere drei Millionen Franken beantragen muss, wie die Partei in einem Communiqué schreibt.

Dies obwohl der Kantonsrat die Reserve damals sogar noch erhöhte und somit im Kredit bereits vier Millionen Franken für Unvorhergesehenes eingesetzt wurden.

«Kritik wird Realität»

Damit träfen die Befürchtungen der SVP nun ein, dass das «Flickwerk Theater St.Gallen» weiteren Finanzbedarf mit sich bringt und den St.Galler Steuerzahler noch mehr Geld kostet. «Die kritischen Stimmen, welche von der SVP im Abstimmungskampf im Jahr 2018 angesprochen und von den Befürwortern als falsch bezeichnet wurden, werden nun Realität!», so die Bürgerlichen.

Theaterprovisorium – und niemand will es

Auch das Theaterprovisorium wurde bei der Volksabstimmung zum Theaterkredit von der SVP infrage gestellt. Nachdem die St.Galler Regierung das Provisorium vor rund einem Jahr für eine mögliche Nachfolgelösung ausgeschrieben hatte, sind alle ursprünglich interessierten Gemeinden zwischenzeitlich wieder abgesprungen.

Weitere Interessenten sind aktuell nicht in Sicht, weshalb auch das Bau- und Umweltdepartement gemäss Auskunft von Generalsekretär Samuel Peter im «St.Galler Tagblatt» nicht mehr von einer Nachfolgelösung ausgeht.

Falls dies eintrifft und das teure Provisorium rückgebaut werden muss, kostet dies den Kanton St.Gallen weitere 450'000 Franken. Die SVP-Fraktion hat bereits in der vergangenen Septembersession eine Interpellation zu diesem Thema eingereicht, in der Antworten von der Regierung verlangt werden.

pez/pd