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Kanton
19.09.2022

St.Gallen hebt Wasserentnahmeverbot auf

Dank den Niederschlägen in den vergangenen Wochen führen die Gewässer wieder mehr Wasser. Die Abflussmengen liegen im Bereich der saisonal üblichen Bedingungen. Das Amt für Wasser und Energie hebt deshalb das Wasserentnahmeverbot ab heute, 19. September, auf.

Wegen der ausserordentlichen Trockenheit in diesem Jahr führten vor allem die kleinen Gewässer im Kanton St.Gallen fast kein Wasser. Einige trockneten sogar aus.

Zum Schutz der Gewässer und ihrer Lebewesen hat das Amt für Wasser und Energie am 22. Juli 2022 mit einer Allgemeinverfügung den Gemeingebrauch von Wasser aus kleinen Seen, Weihern, kleinen Flüssen und Bächen eingeschränkt. Diese Verfügung wird per heute, 19. September 2022, aufgehoben. Somit dürfen für den Eigengebrauch wieder höchstens 50 Liter je Minute entnommen werden.

Die Grundwasserstände sind jedoch noch nicht nachhaltig aufgefüllt. Im August waren die Böden stark ausgetrocknet. Daher flossen die starken Niederschläge von Mitte August mehrheitlich oberflächlich ab. Dank weiterer Niederschläge konnten sich die meisten Grundwasserstände erholen.

Im Rheintal, Thurtal und in der Linthebene sind die Pegelstände des Grundwassers für die Saison unterdurchschnittlich, wie sie üblicherweise erst Ende Herbst oder im Winter erreicht werden.

Das Amt für Wasser und Energie beobachtet die Lage im Grundwasser weiter. Bei Bedarf wird die Situation auf der Internetseite www.sg.ch/trockenheit angepasst. Die aktuellen Grundwasserstände, Abflüsse und Wassertemperaturen sind auf der Internetseite www.hydrodaten.sg.ch veröffentlicht.

pez/pd