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Stadt St.Gallen
16.08.2022
16.08.2022 13:56 Uhr

St.Galler FDP sagt ja zur Hallenbad-Sanierung

Bild: pd
Damit die Stadt St.Gallen der Nachfrage auch künftig gerecht werden kann, ist es dringend erforderlich, dass das Hallenbad Blumenwies saniert und erweitert wird. So fassten die Mitglieder der St.Galler FDP trotz Kritik einstimmig die Ja-Parole.

Die Mitglieder der FDP Stadt St.Gallen haben am Samstag, 13. August, beim Hallenbad Blumenwies zusammengefunden, um bei einer Führung durch die Anlage einen Einblick in dessen Zustand zu erhalten.

Dieser diente als Diskussionsbasis für die ausserordentliche Mitgliederversammlung mit Parolenfassung, die direkt im Anschluss an die Führung und nach einem Input von FDP-Stadtrat Mathias Gabathuler abgehalten wurde. Die FDP sprach sich trotz Kritik einstimmig für die Vorlage zur Sanierung und Erweiterung des Hallenbads aus.

Grosser und dringender Revisionsbedarf

Obwohl die Sicherheit der Anlage natürlich gewährleistet und regelmässig geprüft wird, befinde sich das Hallenbad Blumenwies in einem verhältnismässig schlechten Zustand mit grossem Erneuerungsbedarf, meint die FDP in einer Mitteilung. «Jedes Jahr Verzögerung führt zu höheren Kosten.»

«Das Hallenbad stammt aus den 1970ern und dies ist ihm auch heute deutlich anzusehen. Dem Grundriss fehlen beispielsweise die zur Reinigung und Pflege wichtige Bereiche sowie das Erscheinungsbild moderner Hallenbäder. Ohne Sanierung müsste das Bad bald geschlossen werden», so die FDP.

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Die Spitze des Eisbergs

In Hinblick auf den weiteren ausgewiesenen Erneuerungsbedarf sei der Vergleich der Anlage mit einem Eisberg treffend, was auch den Teilnehmern der Veranstaltung spätestens während der Führung hinter den Kulissen und im Untergrund verständlich wird.

Die Szenerie, die sich den Freisinnigen dort präsentierte, sei eine gänzlich andere, als diejenige, die sie als Besucher des Hallenbads gesehen hätten. Der grösste Teil der Arbeit und Kosten fliesst in den für die Gäste unsichtbaren Teil der Anlage.

«Ausser Betrieb, Anlage defekt»

Im Keller befinden sich beispielsweise die Räume für die ganze Technikanlage und verschiedene Maschinen. «Zahlreiche Maschinen sind – teilweise seit mehreren Jahren – mit einem Schild «Ausser Betrieb, Anlage defekt» versehen, da sich die Reparaturen der mittlerweile stark in die Jahre gekommenen Maschinen aufgrund des Fehlens von Ersatzteilen zunehmend als problematisch und kostspielig gestalten», so die FDP weiter.

Städtische Attraktivität

Die hohe Nachfrage bei den Hallenbädern sollte eigentlich etwas Positives sein, so zeigt sie schliesslich, dass die Bevölkerung grossen Gefallen an diesen findet. Die Nachfrage übersteige jedoch bereits heute bei Weitem das Angebot.

Zugleich stellen diese Anlagen und die damit verbundenen Aktivitäten einen wichtigen Teil des Bildungsangebots und gesellschaftlichen Lebens im Allgemeinen dar. «Ein vorzeigbares Hallenbad ist ein Pluspunkt für die städtische Attraktivität und fördert die Gesundheit der Bevölkerung.»

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Nicht ohne Kritik

Die der aktuellen Vorlage vorangegangenen Diskussionen beinhalteten auch Kritik seitens der FDP-Stadtparlamentsfraktion. So wurde die ursprüngliche Vorlage richtigerweise an den Stadtrat zur Überarbeitung zurückgewiesen. Dies wurde von der Direktion Planung und Bau unter Stadtrat Markus Buschor (parteilos) jedoch nicht im Sinne des Auftrags des Parlaments umgesetzt, was zu grosser Irritation bei der FDP-Fraktion führte.

Dennoch, da der Sanierungsbedarf des Hallenbads Blumenwies grundsätzlich ausgewiesen und dringlich ist, hat die FDP der Vorlage mehrheitlich zugestimmt. Allerdings besteht seitens der Partei auch die Erwartung, dass der Stadtrat künftig seinen Auftrag gegenüber Parlament und Bevölkerung vollumfänglich erfüllt.

Ein klares Ja zur Vorlage

Bei der anschliessenden ausserordentlichen Mitgliederversammlung, die von Fraktionspräsident Felix Keller eröffnet wurde, erläuterte Stadtrat Mathias Gabathuler, Direktor Bildung und Freizeit, die politische und gesellschaftliche Bedeutung der Vorlage.

Die Relevanz des Hallenbads Blumenwies hat sich spätestens bei der Suche nach Alternativen in der Ostschweiz für mögliche Bauzeitprovisorien gezeigt: Es gibt nämlich kaum welche. Die Optionen, die infrage gekommen wären, sind schon durch die bisherige dortige Nachfrage überlastet. Bei der Parolenfassung befürworteten die Mitglieder der FDP Stadt St.Gallen einstimmig die Vorlage.

pez/pd