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Stadt St.Gallen
15.08.2022

Wanderausstellung zu Rätoromanisch in St.Gallen

(Symbolbild)
(Symbolbild) Bild: Pixabay
In der Bibliothek Hauptpost steht das Rätoromanische vom 3. August bis 15. September im Mittelpunkt. Eine Wanderausstellung geht der langen Geschichte des ältesten Kulturgutes der Schweiz nach und verfolgt dessen Spuren bis in die Gegenwart – vom Comic bis zum Hip Hop.

Sprachen sind ein wichtiges Kulturgut und ein Teil der nationalen Identität. Die vierte Landessprache der Schweiz steht mit ihren Idiomen für vielfältige Traditionen sowie Lebendigkeit und wirkt damit weit über die Grenzen ihres Kantons hinaus. Sie ist ein gelebtes Kulturgut und damit ein wichtiger Bestandteil der kulturellen Vielfalt der Schweiz.

Vierte Landessprache im Fokus

Zwei Drittel der Rätoromanen leben heute ausserhalb Graubündens. Davon rund 1600 Personen alleine im Kanton St.Gallen. Grund genug, dieser Sprache auch ausserhalb ihres Ursprungkantons einmal besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Das macht die Wanderausstellung «Rumantsch è…», ein Projekt des Kantons Graubünden und entstanden in Zusammenarbeit mit der Lia Rumantscha, der Kulturförderung Graubünden und der Konferenz der Kantonsregierungen. Sie war zuvor bereits in Chur, Bern, Luzern und Zürich zu sehen.

Nächster Halt: Bibliothek Hauptpost

Vom 3. August bis zum 15. September gastiert die Wanderausstellung in der Bibliothek Hauptpost in St.Gallen. «Semna era ti lingua!» – «Säe auch Du Sprache!», will die Ausstellung den Besuchern vermitteln. An verschiedenen Stationen lernt man allerhand Wissenswertes über die ebenso vielfältige wie faszinierende rätoromanische Sprache und Kultur, die weit mehr zu bieten hat als Capuns, Maluns und Schellenursli.

Rahmenprogramm zur Wanderausstellung

Die Vernissage findet am Donnerstag, 18. August, ab 17 Uhr, in der Bibliothek Hauptpost statt. Grussworte von Regierungsrätin Laura Bucher und dem Bündner Regierungsrat Christian Rathgeb sowie ein Vortrag von Kulturwissenschaftler Chasper Pult umrahmen den Anlass. Danach werden Führungen durch die Ausstellung angeboten.

Am Samstag, 10. September können an der Museumsnacht Kurse in Rätoromanisch besucht werden. Daneben präsentiert an diesem Abend ein Leserad eine Auswahl an Medien zur rätoromanischen Sprache und Kultur sowie rätoromanischer Literatur.

pez/pd