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Kanton
08.08.2022

30-Jährige soll Führung der Mitte übernehmen

Franziska Steiner-Kaufmann
Franziska Steiner-Kaufmann Bild: steiner-kaufmann.ch
An der Delegiertenversammlung vom 31. August wird Die Mitte Kanton St.Gallen das Präsidium neu besetzen. Patrick Dürr tritt auf diesen Zeitpunkt hin zurück. Die Findungskommission empfiehlt die 30-jährige Franziska Steiner-Kaufmann zur Wahl.

Kantonsrätin Franziska Steiner-Kaufmann wohnt in Gommiswald. Sie ist 30-jährig, Lehrerin und Schulleiterin in Uznach sowie ausgebildete Bäuerin. Zusammen mit ihrem Ehemann und dessen Eltern arbeitet sie mit im eigenen Landwirtschaftsbetrieb. Zur jungen Familie gehört auch eine knapp einjährige Tochter.

Die Mitte ist ihre politische Heimat. «Mein Beitritt seinerzeit zur Jungen Mitte war ein gut überlegter Entscheid,» erklärt sie, «denn mit extremen Positionen kommen wir nicht weiter. Es braucht Lösungsorientierung und Pragmatismus, es braucht Eigenverantwortung, aber auch Solidarität». In verschiedenen Parteiämtern hat sie sich in ihrer noch jungen Laufbahn schon engagiert, und seit gut zwei Jahren vertritt sie den Wahlkreis See-Gaster im Kantonsrat.

Die Parteileitung der Mitte Linth, die ihre Kandidatur fürs Parteipräsidium bei der Findungskommission angemeldet hat, begründet dies so: «Wir sind überzeugt, dass Franziska als junges Gesicht unserer Partei mit ihrer sympathischen und offenen Art und mit ihrem guten Gespür für die Sorgen und Ängste der Bevölkerung bestens für das Amt der Parteipräsidentin geeignet ist.»

Die Partei stehe an einem spannenden Punkt, begründet Steiner-Kaufmann ihre Kandidatur. Der neue Name vermittle Aufbruchstimmung, die eingeschlagene Strategie bewähre sich und die Partei agiere in einem gesellschaftlichen Umfeld, in dem ein Sättigungsgefühl gegenüber der Polarisierung wahrnehmbar sei.

Besonders stolz ist sie über die gesunde und engagierte Jungpartei der Mitte. Gerne würde sie deshalb die Herausforderung des Parteipräsidiums übernehmen. Allerdings, und das betont sie, lasse sich ein solches Amt nur mit Rückhalt der Familie ausführen. «Meine Familie ermutigt mich zu dieser Kandidatur und wirkt unterstützend», erklärt sie, «dies motiviert mich zusätzlich, der Politik noch mehr Raum zu geben».

Die Findungskommission hat in den letzten Wochen die Wahl des neuen Präsidiums umsichtig vorbereitet. Dabei hielt sie das Spektrum möglicher Kandidierenden-Profile weit offen. Nun schlägt sie Parteivorstand und Delegiertenversammlung Franziska Steiner-Kaufmann zur Wahl vor.

Die Findungskommission ist überzeugt, mit dieser jungen Politikerin der kantonalen Parteileitung den richtigen Schwerpunkt zu geben. Sie bringt ein breites berufliches Profil mit, hat Führungs- und Politikerfahrung und ist als Vertreterin der jungen Generation unmittelbar betroffen von Kernthemen der Mitte-Partei wie Bildung und Innovation, Familie und Mittelstand, Wirtschaft und Arbeit.

pez/pd